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Die Lahn


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Verlauf

Die Lahn entspringt im südöstlichen Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Hessen im südöstlichen Rothaargebirge. Ihre Quelle befindet sich auf ca. 600 m Höhe südwestlich des Lahnkopfs bei Lahnhof, einem Ortsteil von Nenkersdorf, das wiederum ein Stadtteil von Netphen ist. In der näheren Umgebung entspringen außerdem die Eder und die Sieg. Direkt am Lahnursprung vorbei führen Abschnitte des Rothaarsteigs und der Eisenstraße.

Zunächst fließt die Lahn in nordöstlicher Richtung durch das Rothaargebirge und dessen südöstliche Ausläufer. Etwa ab dem Bad Laaspher Ortsteil Feudingen wendet sie sich vorwiegend nach Osten. Zwischen Niederlaasphe und Wallau wird die Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen nach Hessen überquert. Die Lahn fließt weiter in östliche Richtung durch den nördlichen Bereich des Gladenbacher Berglandes bis Caldern und bildet im Folgenden den Südrand der Wetschaft-Senke. Bei Cölbe endet das Obere Lahntal und die die aus dem Vogelsberg kommende Ohm mündet in die Lahn; ihr Lauf wendet sich nach Süden und es beginnt das Marburg-Gießener Lahntal. Hier verlässt der Fluss vorübergehend das Rheinische Schiefergebirge und durchbricht im Raum Marburg eine Buntsandstein-Tafel (Marburger Rücken im Westen und Lahnberge im Osten).

Im weiteren Verlauf weitet sich das Tal unterhalb von Staufenberg zum Gießener Becken. Hier ändert die Lahn erneut deutlich ihre Fließrichtung von Süden nach Westen. Es münden von Osten aus dem Vorderen Vogelsberg in Lollar die Lumda und in Gießen das kleine Flüsschen Wieseck, welches für Gießen bei der Stadtentwicklung eine große Rolle spielte, in die Lahn. Die Universitätsstadt Gießen ist das Zentrum der Region Mittelhessen. Das Gießener Becken reicht noch einige Kilometer lahnabwärts bis nach Atzbach, einem Ortsteil von Lahnau. Von den 1960er Jahren bis in die 1980er Jahre fand hier umfangreicher Kiesabbau statt. Das Gebiet zwischen Heuchelheim, Lahnau und dem Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen sollte komplett ausgekiest werden und ein olympiataugliches Wassersportzentrum mit Ruderregattastrecke entstehen. Zum Teil wurde dies realisiert, die Heuchelheimer Seen und der Dutenhofener See sind heute begehrte Freizeitziele über die Region hinaus. Die Naturschutzverbände haben jedoch die weitere Auskiesung erfolgreich verhindert, so ist das Gebiet heute eines der größten Naturschutzgebiete in Hessen. Rund um das Gießener Becken ragen der Gleiberg, der Vetzberg, der Dünsberg und der Schiffenberg heraus. Am Dutenhofener See beginnt auch der Kilometer 0 der Lahn als Bundeswasserstraße. In Wetzlar nimmt die Lahn ihren größten Zufluss, die Dill (ca. 68 km lang) auf. An dieser Stelle bei Wetzlar trennen die Täler von Lahn und Dill drei Teile des Rheinischen Schiefergebirges voneinander: Taunus (Süd), Westerwald (Nordwest) und das Gladenbacher Bergland (Nordost). Das Gladenbacher Bergland, auch Lahn-Dill-Bergland genannt, wird von Biedenkopf bis Wetzlar durch das Lahntal begrenzt. Die Lahn tritt ab der Dill-Mündung wieder in das Schiefergebirge ein.

Hinter Wetzlar verengt sich das Tal der Lahn allmählich und geht bei Leun in das Weilburger Lahntalgebiet über, in dessen oberem Bereich (Löhnberger Becken) Mineralquellen, z. B. die berühmte Selters Mineralquelle zutage treten. Im unteren Bereich wendet sich der Fluss erneut nach Süden und ist cañonartig in die flachwellige Trogfläche eingetieft. Die Stadt Weilburg wird in einer markanten Flussschleife umflossen, wobei ein in Deutschland einmaliger Schiffstunnel den Schlingenhals durchsticht. Etwas unterhalb mündet die vom Hochtaunus her kommende Weil in die Lahn. Bei Aumenau kehrt sich ihr Verlauf wieder nach Westen und passiert das fruchtbare Limburger Becken, in dessen Sohle sich der Fluss etwa 50 m tief eingeschnitten hat und wo zwei Zuflüsse die Lahn ergänzen: der Emsbach aus dem Taunus und der Elbbach aus dem Westerwald kommend. Hier tritt auch oft devonischer Massenkalk (Lahnmarmor) als Fels hervor, so auch in Limburg an der Lahn, wo ein solcher Kalkfels vom Limburger Dom gekrönt wird. Auch treten hier wieder größere Talweitungen auf. Hinter Diez, wo der Fluss von Süden her die Aar aufnimmt, verlässt er bei Fachingen das Becken und ist im nun folgenden Unteren Lahntal bis über 200 m tief in das Schiefergebirge eingeschnitten.

Bei Obernhof mündet der Gelbach gegenüber von Kloster Arnstein in die Lahn. Dann, vorbei an Nassau und Bad Ems, wo sich, wie schon in Fachingen, Mineralquellen (Emser Salz) finden, mündet sie nach 242 km Lauf auf 61 m Höhe bei Lahnstein, fünf Kilometer südlich von Koblenz, in den Rhein.

Geschichte

Liste der Hochwässer am Domfelsen LimburgDas Lahngebiet war schon in der Steinzeit besiedelt, wie z. B. Funde nahe Diez und in Wetzlar belegen. Neuere Funde in Wetzlar-Dalheim an der westlichen Stadtgrenze zeigen eine rd. 7000 Jahre alte Bandkeramik-Siedlung sowie Reste einer Germanischen Siedlung etwa aus der Zeitenwende, oberhalb einer Lahnschleife. Die Eisengewinnung und -verarbeitung hat in und um Wetzlar bereits eine 2500-jährige Tradition. Römisches Reich: Vermutlich wurde die Lahn schon durch die Römer zur Versorgung des Kastells Ems benutzt. Hier kreuzte der Obergermanisch-Raetischer Limes die Lahn. Archäologische Funde sind von Niederlahnstein bekannt. Weitere Funde gibt es in Lahnau. Hier entdeckte man in den 1990er Jahren im Ortsteil Waldgirmes eine römische Stadtanlage und im Ortsteil Dorlar ein römisches Marschlager, wodurch sich die Geschichtsschreibung über die Römer östlich des Rheins und nördlich des Limes erheblich veränderte. Während der Völkerwanderung siedelten Alamannen im unteren Lahntal. Sie wurden aber durch die Franken verdrängt. Vor 600 waren Bezeichnungen wie Laugona, Logana, Logene oder Loyn üblich. Der Name wandelt sich im Laufe der Zeit mehrmals. Die Bedeutung ist ungewiss. Eine vorgermanische Herkunft ist möglich. 13. Jahrhundert: Bau einer Pilgerherberge an der Stelle des heutigen St. Jakobs-Hospitals in Marburg, vermutlich als Zwischenstation für über die Lahn reisende Pilger nach Santiago de Compostela. frühes 14. Jahrhundert: Die älteste Erwähnung des Stapelrechtes von Diez bezeugt eine nennenswerte Schifffahrt 1365: erstmalige Verwendung der heutigen Schreibweise des Namens 1559 ließ Johann VI. von Nassau-Dillenburg an der unteren Lahn einen Lein-/Treidelpfade angelegen. 1606 wurde die Lahn erstmals für die Schifffahrt im kleineren Umfang vertieft. Vier bis fünf Monate im Jahr war der Fluss im Unterlauf schiffbar. Allerdings gab es zahlreiche Wehre mit nur schmalen Lücken, so dass der Verkehrs auf kleine Boote beschränkt blieb. Im 17. und frühen 18. Jahrhundert gab es mehrere Initiativen von anliegenden Fürsten, die Lahn weiter als Wasserstraße auszubauen, die jedoch alle in der Abstimmungsphase scheiterten. 1740 begann Kurtrier mit Bauarbeiten, die die Lahnmündung für größere Schiffe befahrbar machten. Im Winter 1753/54 wurden auf der gesamten Flusslänge Uferbefestigungen mit Treidelpfaden angelegt. Danach war der Fluss für Schiffe mit bis zu 240 Zentnern Ladung lahnab und mit bis zu 160 Zentnern lahnauf befahrbar.

Während der französischen Besatzung begannen 1796 Inspektionen des Flusses, denen ein umfassender Ausbau folgen sollte, zu dem es wegen der politischen Entwicklung jedoch nicht kam. Das neu gegründete Herzogtum Nassau ließ die Lahn schließlich ab 1808 unter Oberbauinspektor von Kirn schiffbar machen. Im ersten Winter wurde der Uferabschnitt von der Mündung bis Limburg befestigt, wodurch der Lauf insbesondere an seichten Stellen verschmälert werden sollte. Auf lange Sicht war geplant, die Lahn bis Marburg schiffbar zu machen und von dort einen Kanal zur Fulda und damit zur Weser anzulegen. Dadurch sollte ein Wasserweg von Frankreich über die Rheinbundstaaten bis zur Nordsee entstehen. Flussauf von Limburg gingen die Arbeiten aber nur schleppend voran, auch weil die zu Hilfsdiensten herangezogene Bevölkerung nur widerwillig kooperierten. Große Teile des Ufers wurden nur mit Faschinen gesichert, die schon kurz darauf verrottet waren.

1816 vereinbarten das Herzogtum Nassau und das Königreich Preußen, die Lahn bis nach Gießen, wo sich das Großherzogtum Hessen anschloss, auszubauen. Über die folgenden Arbeiten ist wenig bekannt, allerdings richteten 1825 die Lahnschiffer, die die Mineralwasserquellen in Selters und Fachingen anfuhren, eine Dankadresse wegen der Instandsetzung der Flussanlagen an die nassauische Regierung in Wiesbaden. Insgesamt scheint es bis in die 1830er Jahre jedoch nur zu Reparaturen und provisorischen Arbeiten gekommen zu sein.

Die frühesten Versuche, den Schiffsverkehr auf der Lahn zu erfassen, datieren auf 1827. An der Runkeler Schleuse wurden für dieses Jahr 278 Schiffe gezählt, wobei die nassauische Landesregierung ausdrücklich darauf hinwies, dass der meiste Verkehr von der Mündung nach Limburg oder mit kleineren Booten vom Oberlauf nach Weilburg unterwegs sei und nur ein kleiner Teil Runkel passiere. 1833 wurden dort 464 Schiffe gezählt. Wichtigster Grund für die Zunahme dürfte der zunehmende Eisenerzabbau im Weilburger Umland gewesen sein. Eine Schätzung aus dem Jahr 1840 geht davon aus, dass die gesamte auf dem Fluss beförderte Eisenerzmenge rund 2000 Bootsladungen ausmachte, obwohl der Fluss nur von der Mündung bis nach Weilburg schiffbar war. Daneben wurde vor allem Getreide und Mineralwasser lahnab transportiert. Lahnauf befanden sich in den Booten vor allem Steinkohle, Holzkohle, Gips und Kolonialwaren. Um 1835 waren rund 80 größere Boote mit geringem Tiefgang auf der Lahn im Betrieb.

Angesichts der weiter ansteigenden Erzförderung an der Lahn kam es 1841 zu einer Inspektionsfahrt preußischer und nassauischer Beamter von Marburg bis zur Mündung. Vor allem Preußen trieb das Vorhaben voran, um eine Verbindung zwischen Wetzlar und seiner Rheinprovinz zu schaffen und die Eisenerzversorgung für die wachsende Industrie im Ruhrgebiet zu sichern. Bis 1844 schloss sich auch Hessen-Darmstadt den Ausbaubemühungen an, während Hessen-Kassel eine Beteiligung ablehnte. Vertraglich legten die beteiligten Regierungen fest, den Fluss bis Gießen für Boote befahrbar zu machen, die deutlich größer als die bisherigen Fahrzeuge auf der Lahn sein sollten. Auf preußischem Gebiet waren die Arbeiten bis 1847 weitgehend abgeschlossen. Bei Dorlar, Wetzlar, Wetzlar-Blechwalze, Oberbiel und Niederbiel waren Schleusen angelegt worden waren die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Auf nassuischem Gebiet entstanden bei Löhnberg, Villmar und Balduinstein Schleusen sowie als größte technische Leistung der Weilburger Schiffstunnel. Die Uferbefestigung und Flussvertiefung ging im nassauischen Streckenabschnitt der Lahn jedoch nur schleppend voran. Zudem erreichte die Limburger Schleuse nicht die vertraglich vereinbarte Breite, Nassau vermeigerte sich aber einem Ausbau. Darüber kam es in den folgenden Jahren mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Staaten, bis Nassau schließlich 1855 seine Verpflichtungen erfüllt hatte.

Trotz des Ausbaus konnten die Lahnboote nur von Gießen bis Löhnberg voll beladen fahren. Dort mussten sie einen Teil ihrer Ladung leichtern, um ihren Tiefgang zu verringern und die Fahrt fortzusetzen. Auch dies war nur während zwei bis drei Monaten möglich. In weiteren vier bis fünf Monaten pro Jahr musste die Beladung wegen des niedrigen Wasserstands bereits früher verringert werden. Den Rest des Jahres war die Lahn überhaupt nicht befahrbar. Von Wetzlar bis Lahnstein, wo die Fracht auf die großen Rheinkähne umgeladen wurde, brauchten die Boote drei bis vier Tage. Eine Fahrt von Wetzlar zur Mündung und anschließend mit Pferdekraft getreidelt wieder zurück dauerte bei guten Bedingungen rund 14 Tage. Zu dieser Zeit waren vor allem zwei Typen von Transportbooten im Einsatz: solche mit 350 Zentnern Ladekapazität und eine größere Variante mit 1300 Zentnern.

Nachdem 1857 bis 1863 die Lahntalbahn mit neun große Brücken und 18 Tunneln entlang des Flusses gebaut wurde, versuchten Preußen und Nassau durch das Senken von Zöllen die Lahnschiffahrt am Leben zu erhalten. Letztlich setzte sich die Eisenbahn jedoch als Transportmittel durch und die Frachtschiffahrt auf der Lahn nahm immer weiter ab. Mehrere Vorhaben, Dampfschiffe auf der Lahn zu betreiben blieben ab 1854 in ihren Anfängen stecken. 1875, 1885 und 1897 erörterte die preußische Regierung Pläne für die Umwandlung der Lahn in einen Kanal, was das Befahren mit größeren Schiffen ermöglicht hätte. Umgesetzt wurden diese Pläne jedoch nie. Lediglich punktuell wurde das Flussbett ausgebaggert, so um 1880 bei Runkel, von 1905 bis 1907 von der Mündung bis nach Bad Ems und 1925 bis 1928 von der Mündung bis nach Steeden.

Bis zum Ende des 19. Jahrhundert wurden über 300 Burgen, Schlösser, Festungen, Wehrkirchen und ähnliche Bauwerke entlang des Flusses erbaut 1960: Beginn des Kiesabbaus in den breiten Ebenen des Lahntals bei Gießen und bei Marburg. 1964: Vollendung des Ausbaus der Lahn für 300-Tonnen-Schiffe. 1981: Ende des Güterverkehrs. Heute wird die Lahn ausschließlich für die Freizeit-Schifffahrt genutzt. 1984: Am 7. Februar Jahrhunderthochwasser an der Lahn, welches zu Schäden in Millionenhöhe geführt hat; seitdem zentraler Hochwasser-Warndienst und Koordination des Hochwasserschutzes durch das Regierungspräsidium Gießen 1996 Einstellung des Kiesabbaus an der Lahn, Ausweisung weiter Teile des Lahntales im hessischen Abschnitt als Naturschutzgebiet

Schifffahrt

Wassersportler auf der Lahn in GießenDie Lahn ist ab einem Punkt zwischen Lahnau und Wetzlar-Dutenhofen bis zur Mündung in den Rhein als Bundeswasserstraße ausgewiesen. In diesem Bereich unterliegt sie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Zuständig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz. Der Mittel- und Unterlauf der Lahn ist schiffbar und verfügt über eine Vielzahl von Schleusen. Genutzt wird die Wasserstraße nahezu ausschließlich touristisch durch kleinere Motoryachten sowie Paddel- und Ruderboote. Der Fluss ist von der Mündung aufwärts bis Dehrn, Lahn-km 70 (oberhalb von Limburg) mit von Personal bedienten Schleusen auch von größeren Schiffen durchgängig befahrbar. Das Wasser- und Schifffahrtsamt garantiert eine Mindestwassertiefe von 1,60 m im Fahrwasser. Interessant für die Schifffahrt sind allein die Pegel Kalkofen (Normalwasserstand 1,80 m) und Leun. Ab Dehrn aufwärts gibt es manuelle Schleusen und immer wieder Untiefen, die eine Passage von Motorbooten erschweren. Erst in Wetzlar versperren zwei Wehre endgültig die Schifffahrt flussaufwärts.

Die nicht motorisierten Wasserwanderer dürfen die Lahn auf dem gesamten Flusslauf zwischen Roth (bei Marburg) und der Mündung benutzen.

Wirtschaft und Tourismus

Ausschilderung Lahntal-RadwegIm Lahntal gibt es neben der Lahn-Ferien-Straße den Lahntal-Radweg. Dieser wird von der Oberen Lahntalbahn zwischen Feudingen und Marburg, der Main-Weser-Bahn zwischen Marburg und Gießen sowie der Lahntalbahn zwischen Gießen und Friedrichssegen begleitet. Für Wanderer gibt es die Lahnhöhenwege beiderseits der Lahn ab Wetzlar Richtung Oberlahnstein. Die erste Teilstrecke eines Jakobsweges, der Lahn-Camino auf der linken Lahnseite, führt vom Wetzlarer Dom nach Lahnstein über Burg Lahneck zur Hospitalkapelle.

Seit Ende der 1980er Jahre wird verstärkt versucht, die Lahn für den sanften Tourismus zu nutzen bzw. die vorhandenen Nutzungen zu koordinieren und auszubauen. Auf der Ebene der Landkreise haben sich zunächst Fremdenverkehrsverbände gebildet, die sich inzwischen zum Lahntal-Tourismusverband zusammen geschlossen haben.

19 Laufwasserkraftwerke nutzen die Lahn zur Stromerzeugung. Wein wird in Obernhof und Weinähr angebaut, die Weine der Lahn werden unter der Lagenbezeichnung Lahntal als Mittelrheinweine vermarktet.

Fauna und Flora

1999 wurde die Lahn in die biologische Güteklasse II und in die chemische Güteklasse I eingeordnet. Insgesamt gilt sie als naturnah. Die Fischwanderungen wie die des Lachses werden durch die Wehre und Staustufen gehindert; durch den Einbau von Fischtreppen versucht man, die Wiedereinbürgerung ehemals heimischer Fische zu erleichtern. Nach der Einstellung des Kiesabbaus Mitte der 1990er Jahre entwickelt sich seither zwischen Lahnau, Heuchelheim und Wetzlar-Dutenhofen im mittleren Lahntal eines der größten Naturschutzgebiete in Hessen, es wird auch Naturschutzgebiet Lahnaue genannt.

Es kann immer passieren, dass man einmal nicht mobil ist oder aus gesundheitlichen Gründen die eigenen vier Wände nicht verlassen kann. Egal ob Ihr Arzt Sie dazu verordnet hat, das Bett zu hüten, Ihr Partner mit dem Auto unterwegs ist oder Sie zuhause das kranke Kind betreuen – unser Botendienst steht Ihnen in solchen besonderen Fällen jederzeit zur Verfügung. Alle wichtigen Medikamenten bekommen Sie im Notfall so direkt bis ans Krankenbett.

Dieser Service ist für Sie selbstverständlich kostenlos. Unsere freundlichen Fahrer beliefern Marburg und Umgebung (im Umkreis von ca. 20 km) täglich.